Modell Weyerwagen Bielefelder Kreisbahnen




Bauanleitung

Als Vorbild für meinen "Weyerwagen" wählte ich den BKb 10 ex MKb -später Borkumer Inselbahn Nr.100 heute DEV Nr.19.
Schwierig war es die richtigen Maße zu ermitteln ,da unterschiedliche Zeichnungen in der Literatur existieren. Daher habe ich den Aufbau des Wagens beim DEV nachgemessen und Günter Lappe hat dann dazu die Zeichnung erstellt.
Da es für den Wagen weder Drehgestelle noch Räder im Handel zu kaufen gibt ,habe ich als erstes die Urmodelle für eine Drehgestellwange, die Mittelbrücke, Bremse und das V-Speichenrad hergestellt und bei der Fa. Panier in Messingguß gießen lassen.
Die Maße entnahm ich einer Zeichnung in " Die Museumseisenbahn 1/94"
Die Rahmengussteile mussten dann noch gerichtet ,gebohrt und miteinander verbunden werden.
Die Radrohlinge habe ich auf der Drehbank auf Maß gedreht, gebohrt und zum Radsatz montiert.
Damit Unebenheiten der Schienen ausgeglichen werden sind die Wangen in der Mittelbrücke beweglich gelagert.
Aus Messing- U-Profilen 10x4 und 12x4 lötete ich den Rahmen zusammen,472 mm lang. Das Rahmeninnenmaß (84mm)muß so groß sein, dass das Schwenken der im Rahmen liegenden Drehgestelle das Befahren des 1500 bzw. des 1600 Radius möglich macht.
Der Aufbau besteht aus Polystyrol. Für den Boden und die Stirnwände wählte ich 2mm, für die Seitenwände 1mm Materialstärke.
Um die Rundungen im unteren Teil der Seitenwände formen zu können mussten die Seitenteile als Innen- und Außenhaut auf Spanten geklebt werden.
Das Dach ,das sich in Längs- und Querrichtung wölbt, baute ich aus einzelnen 4x1mm starken Streifen auf einem Spantenrahmen auf.
Die überstehenden Dachteile verstärkte ich jeweils von unten mit einem 2x3mm starken U-förmigen Messingteil, das mit dem Plastikdach verschraubt wurde(Senkkopf M1,2x6).Nach mehrmaligem Spachteln und Schleifen erhielt das Dach seine endgültige Form.
Aus Messingdraht( 1,5 bzw. 2mm), Ms-Blech(0,5mm) und U-Profilen(1x1mm) entstanden die Plattformaufbauten. Die Einzelteile wurden untereinander und dann auf das Chassis gelötet.
Der Plattformboden, die Sitzbank und die Trittstufen bestehen aus 1,5mm bzw. 2mm Flugzeugsperrholz.
Die Spindelkupplungen lieferte die Fa. Regner.
Die Inneneinrichtung besteht aus selbstgebauten Einzelsitzen an den Stirnwänden und Doppelsitzen auf beiden Wagenseiten.
Zuerst grundierte ich den Wagenkasten, dann lackierte ich ihn mit Kunstharzlack, seidenmatt, RAL 6020 und im Fensterbereich mit "hellelfenbein", das Chassis und das Drehgestell schwarz- seidenmatt.
Die Schrift "Bielefelder Kleinbahnen" wurde von einem Foto eingescannt und am Computer bearbeitet. Anschließend dann von der Fa.Color Transfer Service als Aufreibe- Schriftzug hergestellt.