Gartenanlage Allgemein
Die Gartenbahnanlage entstand zwischen1987 und 1989.
Anfangs hatte ich geplant zwei Punkte vor und hinter dem Haus zu verbinden. Das Wenden der Züge sollte jeweils in einer Wendeschleife erfolgen, dazwischen sollte der Hauptbahnhof mit Bw liegen.
Diese Anlage hätte aber größere Erdbewegungen zur Folge gehabt, darum habe ich dann nur im Vorgarten die spätere Anlage realisiert, einen Rundkurs mit gegenläufigen Betrieb, dem Hauptbahnhof
und zwei Ausweichen.
Als erstes entstand ca.40cm tief im Streckenverlauf der Graben für den Unterbau, ich füllte ihn dann mit 7cbm Kies.
Darauf legte ich dann Betonfertigteile ( für R2- R3- Gerade) jeweils für zwei Schienen, damit die Formteile an den Stößen nicht absinken konnten kamen Platten 15x30cm darunter, zum Höhenausgleich diente Zementspeis.
Für die Fläche des Bahnhofs und einer Ausweiche wählte ich Rasensteine.
Wie sich später heraus stellte, eine nicht ganz glückliche Wahl, denn nach dem Einschottern verkeilten sich bei Frost die Schottersteine in den Löchern und hoben die Platten dabei an, ausrichten im Frühjahr war dann angesagt, später habe ich dann die Löcher zugeputzt, damit war das Problem behoben.
Die Schienen befestigte ich mit 3,5mm Ms-Schrauben in 4mm Dübeln.
Wichtig war dabei den Schwellen genügend Spiel zu lassen.
Alle Schienenstöße habe ich mit 0,8mm versilberten Kupferdraht verlötet.
Den Abschluss zum Rasen bildeten schräg gestellte Mähkanten
(Poststeine), zum Beet eingegrabene,15 cm hohe Wellplastik-Kanten, die auf Schienenhöhe abgeschnitten wurden.
Die Schienen wurden zum Schluss noch eingeschottert.
Ich habe extra etwas gröberen Schotter 6-9 gewählt, damit die Steine bei starkem Regen nicht weg gespühlt werden konnten.
Die Anlage wurde analog gefahren, das "Spielmoment" stand im Vordergrund.
Die Versorgungselektrik war in einem Schaltschrank im Keller unter gebracht.
Von hier führten auch alle Kabel zu Verzweigungspunkten im Bereich der Weichen und Signale bzw. zur Fahrstromringleitung.
Die Steuerung aller Weichen, Signale und des Fahrstroms erfolgte von einem beweglichen Steuerpult innerhalb des Schienenkreises. Es war, über 2 zwanzig Meter lange, je 24 adrige Kabel, an dem Schaltschrank im Keller angeschlossen.
Nach Betriebschluss zog ich die Kabel durch ein Rohr in den Lichtschacht zurück, so dass die Stecker vor Nässe geschützt waren.
Auf diese Art und Weise konnte ich von innen heraus die gesamte Anlage beobachten und steuern. Die Züge fuhren im Gegenverkehr vom Hbf ausgehend und trafen sich jeweils in den Ausweichen.
Es war auch möglich Züge bevorrechtigt zu fahren.
Um das Rangieren im Bahnhof zu ermöglichen, hatte ich den Bahnhof in 2 Stromkreise unterteilt.
Die Wagen und Loks lagerten in Transportkisten in der Garage. Zum Betrieb fuhr ich sie jeweils im Fünferpack mit der Sackkarre. Nach Betriebsschluß mußte alles, auch die Häuser, wieder in die Garage zurück gebracht, da das Grundstück von der Strasse leicht zugänglich ist.
Die Weichen- und Signalantriebe deckte ich mit V2ABlechdeckeln gegen starken Regen ab.
Im Jahr 2001 musste ich die Gartenanlage aus Gesundheitlichen Gründen abbauen, im Keller entstand eine kleinere Anlage in M-Form mit drei Bahnhöfen.